Beiträge von wi(e)derdienatur

Ihr seit Papst? Quatsch, wir sind Papst!

Wir sind Papst

Wir sind Papst

Wir sind Papst

Rauswurf aus der Sicherheitszone

genervte ChristenErfurt, kurz nach 9.00 Uhr an der Sicherheitsschleuse am Fischmarkt: Ein gutes Dutzend Gläubige will zum Papst, darf aber nicht mehr durch, weil der Zugang seit 8.00 Uhr verboten ist. Genervte Securities sind kurz angebunden, empörte ChristInnen schimpfen und erklären, warum sie so spät sind. darf nicht zum Papst: hilfsbereiter Christ kriegt Platzverweis Dann: Ein rot gekleideter Mann mittleren Alters ruft von Innerhalb der Sicherheitszone ruft über die Absperrung hinweg, dass man eine Straße weiter nördlich noch zum Domplatz kommt. Sofort strömen die Sicherheitskräfte zu dem freundlichen Samariter und umringen ihn. Er versucht, vorbei zu gehen und wird zurück gestoßen. Zwei Polizeibeamte nehmen sich des Störenfrieds an. Er erhält einen Platzverweis und muss die Sicherheitszone verlassen. Das ist Nächstenliebe.

Erfurt: Viewing ohne Public

Beim Public Viewing an der Uni Erfurt befinden sich derzeit 10 ZuschauerInnen. Ein Glück, dass die Stadt 200.000€ für diese Missionierungsmassnahme ausgegeben hat.

Viewing ohne Public: Keiner will den Papst sehen

Viewing ohne Public: Keiner will den Papst sehen

Video von der Anti-Papst-Demo in Erfurt


Dank an die Filmpiraten!

Lautstarke Anti-Papst-Demo mit 800 TeilnehmerInnen in Erfurt

Pressemitteilung des Bündnis „Heidenspaß statt Höllenangst“ nach der Demonstration am 23.9.2011

Mehr als 800 Menschen haben heute Abend in Erfurt gegen den Papstbesuch demonstriert — mehr als dreimal so viele, wie die VeranstalterInnen erwartet hatten. Neben dem Bündnis aus AK Queer-Paradies, Falken Erfurt, der linken Hochschulgruppe LISE, dem Infoladen Sabotnik, der antikapitalistischen Gruppe Revolta und der queer-feministischen Gruppe Wi(e)derdienatur haben sich die Jusos und die Linksjugend Erfurt, der ver.di-Frauenrat, Mitglieder der Giordano-Bruno-Stiftung, organisierte AntifaschistInnen und viele Einzelpersonen unterschiedlichsten Alters und aus unterschiedlichen Milieus beteiligt. Die DemonstrantInnen führten religionskritische Transparente und Schilder mit sich und waren teilweise verkleidet. Über der Demonstration schwebten mehrere Fliegende Spaghettimonster und mit Helium befüllte Kondome. In Redebeiträgen und auf Flugblättern wurde gegen Religion im Allgemeinen, die Verflechtung von Katholizismus und Staat in Thüringen, und gegen die Positionen des Papstes in Bezug auf Homosexualität, die Rolle der Frau und seine Haltung zum Judentum protestiert. Der ver.di-Frauenrat wies in seiner Rede insbesondere auf die problematische Rolle der Kirchen als Arbeigeberin hin. Eine Million Menschen in Deuschland hätten in kirchlichen Institutionen kein Recht auf Arbeitskämpfe, Tarifverträge und einen Betriebsrat. Antifaschistische Gruppen aus Berlin kritisierten die antisemitischen Positionen des Papstes und forderten die Trennung von Kirche und Staat — als Vorstufe des letztendlichen Zieles der Abschaffung aller Religionen und Staaten. Auf mitgeführten Spruchbändern wurde gegen die mangelnden Reaktionen der Amtskirche auf die Missbrauchsfälle hingewiesen.
Die OrganisatorInnen zeigten sich zufrieden und wiesen auf die morgen stattfindende Religionsfreie Zone auf dem Anger hin.

Fotos folgen.